Musiklegenden mit ewigem Ruhm

Musikalische Legendenbildung ist ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Angefangen mit Elvis Presley werden einzelne Künstler auf Grund verschiedener Merkmale ikonisiert und bleiben dann in aller Munde, auch weit über ihren Tod hinaus. Der King of Rock’n’Roll hat es bereits vorgemacht. Diese Legendenbildung ist eine Idolisierung, die sich besonders von jungen Menschen ausgehend an der Suche nach dem Lebensweg ausrichtet. Die Jugendlichen versuchen, Vorbilder zu finden, deren Lebensstil und Philosophie sie annehmen können. Es versteht sich von selbst, dass dabei auch schlechte Entscheidungen getroffen werden, aber auch das gehört ja zum Leben dazu.

Legenden in den 50er- und 60er-Jahren

Neben Elvis Presley, der zunächst angefeindet wurde, konnten sich in den 60er-Jahren die Beatles und die Rolling Stones einen Ikonenstatus erarbeiten. Allen Legenden ist gemein, dass sie zunächst etwas Rebellisches ausstrahlten und nicht bei jeder Generation gut ankamen. In vielen Fällen kam es sogar zur Dämonisierung durch die älteren Generationen, die einen kompletten Sittenverfall am Horizont erkennen wollten. Dennoch haben sich die Musiker schließlich durchgesetzt und auch wenn nicht alles traditionell als vorbildhaft erscheinen mag, so konnten sie mit ihren Liedern und Texten junge Menschen inspirieren, manchmal sogar selbst zur Musik hinführen. So geschehen mit den beiden Brüdern Liam und Noel Gallagher aus Manchester, inzwischen längst selbst als Oasis-Legenden im Musikgeschäft, die sich komplett mit der Musik der Beatles identifizierten und so selbst überhaupt die Idee hatten, eine eigene Band zu gründen.

Es gibt nichts Schöneres, als die Ikonen der Musikgeschichte im schönen bilderrahmen immer im Blick zu haben. Als Wandschmuck kann jedes Zimmer dadurch eine individuelle Note bekommen, die sich wohltuend vom Einheitsbrei der Inneneinrichtungen abhebt.

Legendenbildung inzwischen der Normalfall

In den 70er-, 80er- und 90er-Jahren wurden zahlreiche Ikonen der zweiten Generation geschaffen. Von Freddie Mercury, Elton John und AC/DC ging es über The Police und Michael Jackson hin zu Nirvana und Oasis. Bands und Personen erlangten Weltruhm und werden auch heute noch weit über ihre Bandtätigkeit gerühmt und verehrt. Seit den 2000ern scheint es mit der Legendenbildung schwieriger zu werden, da das Musikgeschäft immer schnelllebiger wird und einzelne Künstler keine lange Halbwertzeit mehr genießen.

Chansons — Lieder mit unvergleichlichem Flair

Spricht man vom Chanson, denkt man zuerst an Frankreich, denn viele bedeutende Chanson-Sänger und -Sängerinnen kamen von dort. Tatsächlich ist die Musikrichtung eng mit dem französischen Kulturkreis verbunden. Chanson bedeutet in etwa „Lied mit einem aussagekräftigen Text“. Speziell im 20. Jahrhundert war in Frankreich diese Art der Musik populär. Jedoch ging die Popularität weit über seine Heimat hinaus und löste in anderen Ländern ebenso Begeisterung aus.

Die Anfänge des Chanson

Im Chanson finden sich verschiedene Prägungen wieder, es entstand ein Gemisch aus dem Kunstlied der Troubadoure und dem Volkslied. Später wurde es eine Art Vortragslied mit hohem literarischen Anspruch, welcher sich besonders in den späteren Liedern des französischen Chansons wiederfand. In der damaligen Zeit prägten die Themen Liebe, Einsamkeit und Schmerz das Musikgenre. Aus den einstigen Straßenmusiker-Liedern entstand eine poetisch-musikalische Ausdrucksform.

Die großen Stars des Chanson

Viele Sänger und Sängerinnen haben das Chanson berühmt gemacht. Die Szene traf sich damals vorwiegend in Paris. Zu den bekanntesten Stimmen gehörte der berühmte Chansonnier Georges Brassens, der als der Großmeister des literarisch anspruchsvollen Chansons gilt.

Die wohl erfolgreichste Interpretin ist jedoch Edith Piaf, „Der Spatz von Paris“, deren Interpretation sie weltberühmt machte. Das Stück „Non, je ne regrette rien“ ist ein Welthit. Ihre Lieder spiegelten scheinbar die Dramen ihres Lebens wider. Edith Piaf förderte Talente wie Gilbert Bécaud, Charles Aznavour und Yves Montand.

Juliette Gréco, welche die Grande Dame des Chansons genannt wird, war ebenfalls eine Ikone des Musik-Genres. Sie wurde als Muse von Saint-Germain, dem legendären Künstlerviertel an der Seine, bezeichnet. Eines der bekanntesten Lieder ist „Parlez-Moi d’Amour“. Juliette Gréco förderte Talente wie etwa Serge Gainsbourg.

Eine der bekanntesten italienischen Chansonsängerinnen war Milva, die auch eine anerkannte Brechtinterpretin war. Ihre außergewöhnliche Stimme und ihr Charisma machten sie zu einem gefragten Star. In Deutschland gehörten Hildegard Knef und Gisela May zu den namhaftesten Interpreten sowie Reinhard Mey und Konstantin Wecker.

Heute hat die Chansonsängerin Zaz das französische Chanson mit neuer Dynamik zum Leben erweckt. Sie hat es von einer Straßenmusikerin zur berühmten Chansonnette gebracht.